Sonntag, 29. März 2015

Samstag, 21. März 2015

Heimreise

21. März ■ Rauhala - Kittilä - Helsinki - Berlin - Leipzig - Chemnitz

Etwas müde und verquollen frühstückte ein Teil unserer Gruppe gegen 7 Uhr 30. Andere waren schon unterwegs bzw. hatten noch Zeit. Die meisten jedoch haben, wie wir, den 10-Uhr-Flug gebucht. Gegen 8 war das Gepäck verladen und Hannu, der Chef des Hauses, fuhr uns zum Flughafen. 

Die vereiste Ostsee in der Nähe der Stadt Oulu
Bestes Flugwetter ermöglichte eine sehr gute Sicht. Wir überflogen wieder Strecken unserer Radroute, z.B. Oulu; die E4 war deutlich erkennbar. Der nördliche Teil der Ostsee ist noch vereist.

Nach einem kurzen Zwischenstop in Helsinki flogen wir weiter mit Air Berlin nach Berlin-Tegel. Wir hatten das Glück, zeitig genug gebucht zu haben. Einige unserer Mitreisenden mussten erhebliche Umsteigezeiten in Kauf nehmen.

Landung in Berlin pünktlich um 14 Uhr MEZ.


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Polarlichter (2)

21. März

In der letzten Nacht wurden wir nochmals mit eindrucksvollen Polarlichtern verabschiedet :-).

Freitag, 20. März 2015

Skiwandern in Perfektion/ Aprés-Ski

20. März ■ Rund um Rauhala  (18 km) für Andi und Aprés-Ski in Levi für Sandi

Wer dachte, dass die gestrige Tour nicht mehr zu übertreffen sei, hatte sich getäuscht.

Heute fuhren wir in reduzierter Gruppengröße in munterem Auf und Ab durch die tief verschneiten Wälder um Rauhala. Größtenteils ging es durch ungespurten, frischen Schnee, am Ende auch auf einer schmalen, fast zugewehten Loipe.
Unser letztes Mittag auf dieser Tour am gemütlichen Lagerfeuer gab es in einer privaten Jagdhütte, wo sonst die Elchjäger übernachten.

Auf allgemeinen Wunsch hin änderte Juha die Routenführung so ab, dass wir auch nach der Rast abseits der gespurten Loipen blieben. Aufstiege wechselten mit rasanten und zum Teil abenteuerlichen Abfahrten und jeder von uns bekam heute die Möglichkeit, die Schneetiefe auszumessen.

Als wir gegen 16 Uhr wieder in Rauhala eintrafen, ging ein toller Urlaub viel zu schnell zu Ende.
Finnland, wir kommen wieder...


Nun noch Sandis Bericht vom letzten Urlaubstag in Finnland:

Eigentlich für die letzte Tour schon vorbereitet, aber von einigen aus unserer Gruppe beim alltäglich, gemeinsamen Frühstück "verführt", starteten wir kurz vor 11 Uhr in Richtung Levi, dem Hauptwintersportort hier in der Gegend. Das Skidorf war schnell umrundet und nach dem Besuch einer überschaubaren Anzahl von Sport- und Souvenirläden widmeten wir uns den Cafés und Restaurants sowie zum Abschluss dem finnlandtypischen;-) Irish Pub. Dort trafen wir schlussendlich auf den 2. Trupp unserer Gruppe. Zwischenzeitlich stiegen wir noch auf den etwa 100 m hinaufragenden Skiberg mit entsprechendem Panoramablick.
Alles in allem ein gesprächsreicher, locker-flockiger Abschluss.

Nachdem wir schon fürchteten, erst gegen 19.40 Uhr mit dem Linienbus zurück fahren zu können, klappte es dann doch recht fix mit einem 7-türigen Mercedes-Taxi. Gut gelaunt kehrten wir zu fünft zurück. 

Nun hieß es Sachen packen und die Woche mit einem gemütlichen  Abend ausklingen lassen.

Es war toll und wir waren eine dufte Truppe, die zusammenhielt, aber auch jeder so seine Eigenheiten hatte ;-).

Hier noch einmal großer Dank an Juha, unseren Guide. Einfach Spitze !!!


Donnerstag, 19. März 2015

Krönender Abschluss

19. März ■ Ketomella - Hetta (28 km)

Kurz nach dem Start von der Wildnishütte
Heute zeigte sich Lappland zeitweise von seiner rauheren Seite mit Schnee und Wind (40-50 km/h). Es ist deutlich kälter und nicht so angenehm wie bei strahlender Sonne, aber trotzdem interessant und eindrucksvoll.

Die Route hält jeden Tag neue Impressionen bereit.

Im Tiefschnee durch die Wildnis
Die ersten Kilometer fuhren wir ungespurt durch lichte Wälder, in denen Birken dominieren. Jetzt ist die Jahreszeit, in der sich der Schnee verfestigt hat und man, ohne tief in den ca. 50-80 cm tiefen Schnee einzusinken, querfeldein fahren kann. Das macht mehr Spaß und Laune als auf fertig gespurten Loipen; ein richtig schönes Naturerlebnis.

Leicht bergauf geht es zur Mittagsrast
Nach einigen Höhenmetern Aufstieg befanden wir uns wieder in der baumlosen Zone. Dieser war für manchen von uns recht beschwerlich, da der Schnee mehr oder weniger pappte und am Ski kleben blieb. Sandi traf es diesbezüglich hart. Sie konnte mit ihren sowieso schon nicht besonders schnellen Ski wandernd unsere Mittagsrasthütte (Sioskuru) erreichen. Nach der immer wieder Spass bringenden Mittagsrast war Andi dran und wir tauschten die Ski... 

Wegen Lawinengefahr schlugen wir einen Haken; das Gehen gegen den Wind durch die Schneewehen war anstrengend und "sibirisch".

Mittagspause
Nachmittags ging es meist bergab und nach einem Zwischenstop in einem Café mit heißem Kakao und dem bekannten Donut erreichten wir Hetta, den Hauptort der Gemeinde Enontekiö. Im Ort leben 800 Einwohner; in der Gemeinde von der dreifachen Größe Luxemburgs 2.000. Die Gemeinde ist der rechte "Arm" der finnischen Frau im Nordwesten.

In 2 Gruppen fuhren wir mit dem Auto ca. 100 km zurück nach Rauhala. Einen Zwischenstop gab es noch an einem typischen Souvenirshop. Ein paar Elch-Socken und Aufkleber für die gleich aussehenden Thermosflaschen mussten sein ;-).

Abends gab es vereinzelt, bevor Wolken aufkamen, Polarlichter. 

Bei strahlender Sonne und Wind durch das karge
Lappland (hier das 
Pyhäkero-Fjäll) - 
ein unvergessliches Erlebnis
Immer wieder sieht man
knorrige Bäume

Blick über den Ounasjärvi nach Hetta

Wildnis

18. März ■ Raattama - Ketomella (31 km)

8 Uhr frühstückten wir gemeinsam und der Start war für 9 Uhr 30 Uhr festgelegt. Alle waren pünktlich zur Stelle. Bei guten Bedingungen; Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt, kamen wir bis zur ersten Trinkpause nach 11 km recht zügig voran. Der Weg führte uns dabei durch lichte Birkensümpfe oder -wälder.

Weiter ging es hinauf auf eine fast baumlose Hochfläche. Nur Birken und vereinzelte Kiefern, die sich "verbeugen", trotzen hier dem rauhen Wetter. 

Mittagspause
Mittag gab es in der wunderschönen Hannakuru - Wanderhütte. Dort kann man auch übernachten und wie meistens in Finnland gibt es auch hier eine Sauna. 

Juha sorgte, wie immer, für unser Wohlergehen; machte ein Feuerchen, kochte Wasser, sowie Kaffee und versorgte uns kulinarisch mit Hefebrötchen und Kaffee.

Gut aufgewärmt, überquerten wir nach einer rasanten Abfahrt einen See und als kleine Stärkung gab es danach am Lagerfeuer selbstgegrillte Würstchen. So mancher war etwas ungeduldig  und musste mit einer recht dunklen Variante;-) vorlieb nehmen.

Die letzte Etappe führte uns durch flaches Gelände, zum Teil ungespurt zu einer Wildnishütte (Ketomella) einsam mitten im Wald. Diese hat keinen Strom und fließend Wasser.

Die heutige Tour war eine der bisher schönsten Etappen.

Am Abend genossen wir die urige finnische Sauna in einem Holzhaus gleich nebenan. Es gibt zwei holzbeheizte Öfen, einer für die Wärme und der zweite kocht einen riesigen Wasserkessel. Dort entnimmt man das Wasser und mischt es mit Schnee, um sich damit zu waschen. Toll...
Gegrillte Würstchen in der Hütte am See

Abends gab es wieder ein sehenswertes Polarlicht.

Mittwoch, 18. März 2015

Polarlichter (1)

18. März

Sandi hat heute morgen zwischen 0 Uhr 23 und 1 Uhr 30 Uhr die ersehnten Polarlichter in voller Schönheit genießen dürfen.

Dienstag, 17. März 2015

Bergtour im Sonnenschein

17. März ■ Raattama - Montellin - Raattama (26 km)

Gegen halb zehn waren alle 17 Teilnehmer versammelt, obwohl heute eine optionale Tour anstand (wir schlafen heute noch einmal in Raattama). Keiner hat gekniffen :-). 

Rast am Bach
Nach einem ersten flachen Stück und kurzer Rast an einem idyllischen Bach ging es ordentlich bergauf. Nachdem einige hundert Höhenmeter auf 4,5 km Streckenlänge gemeistert waren, rasteten wir in einer, wie immer, gepflegten, gemütlich-rustikalen Blockhütte  mit Kamin, Tischen, Bänken und Schlafplätzen; außer dem Kamin alles aus Holz. Unser Guide Juha "zauberte" wieder leckere Hefebrötchen mit Zimt und Kaffee; auch unsere Thermoskannen bekamen Nachschub durch ihn.
Durch unwegsames Gelände
zur Wildnishütte

Ein paar von uns -5 Männer und 2 Frauen- (wir auch) probierten sich dann unter Führung von Juha im offenen Wildnisgelände ohne gespurte Loipen aus. Bis zur nächsten, 3 km entfernten urigen Hütte (Nammalkuru), kam es bei Sandra zu ein paar weichen Landungen im Tiefschnee mit nachfolgender beschwerlicher Aktion wieder in den Stand zu kommen ;-). Aber alles bei traumhaften Umfeld (Menschen, Natur) und Bedingungen (Wetter).

Auf gleichem Weg fuhren wir zurück und nach einer rasanten Abfahrt genossen wir die letzten wärmenden Strahlen der Abendsonne.

Wir können ohne Abstriche bestätigen, dass der März in Lappland ein wundervoller Monat ist. Die Tage sind schon wieder lang, die Sonne scheint und es liegt trotzdem noch sehr viel Schnee.
Einsame Nammalkuru-Hütte in der Wildnis

Montag, 16. März 2015

Große Tour

16. März ■ Walkikeimi - hinter Raattama (36 km)

Wald...
Die heutige Tour war recht anspruchsvoll. Einmal durch die Länge und zum anderen waren einige schwierige Stellen zu meistern.

Wir starteten 9 Uhr 30 bei minus 8°C. Heute sahen wir viele Ausprägungen der hiesigen Landschaft: vom Wald über zugefrorene Seen- und Moorlandschaften bis hin zu den kahlen Tunturi.

...und Sumpf
Die Lunchpakete wurden an der rustikalen Mäntyrova-Hütte ausgepackt und für die weiteren knapp 25 km Kraft getankt. Freche, vorwitzige Birkenzeisige wollten uns unser Mittag streitig machen ;-).

Frecher Gast bei der Mittagsrast
Wieder bei Kräften ging es hinauf auf den Pallasberg, der höchsten Erhebung hier ( ~800 m). Dort befinden sich u.a. ein Hotel und ein Besucherzentrum, wo wir uns eine Dokumentation zur hiesigen Geologie, Flora und Fauna ansahen. Es gibt dort auch ein kleines Skigebiet, welches das erste in Finnland war.

Rentiere in Winterkleidung
Abfahrt vom Tunturi
Auf unserem weiteren Weg konnten wir dem Paraskiing zuschauen und bald darauf ging es durch einen abenteuerlichen Canyon abwärts. Wieder auf einem See erreichten wir eine weitere kleine Hütte, durchquerten das "Nest" Raatama (20 Häuser mit Tankstelle und Restaurant), um schließlich am Ziel des Tages anzukommen. Jippi!!! Und wieder obligatorisch: heiße Suppe, Sauna und ein Bier:-).



Sonntag, 15. März 2015

Erster Tag in der Gruppe

15. März ■ Keimiötunturi - Walkikeimi (25 km)

 Mittagskulisse am Kemiöjärvi
Nach dem Frühstück wurden wir und ein weiteres Pärchen von Anna, der Wirtsfrau von der Hütte in Rauhala, abgeholt, um uns zu unserer Skigruppe zu bringen. Diese besteht aus 17 Leuten aus Deutschland (10), Frankreich (3) Schweiz (3), Finnland (1). Englisch verstehen alle. 

Heute fuhren wir wegen Krankheit leider nur mit einem Guide, so dass wir ziemlich häufig auf etwa 3 Nachzügler warten mussten. Ansonsten scheinen alle recht gut zusammen zu passen. Morgen wird ein zweiter Führer dabei sein.
Leckere Hefebrötchen

Einen Teil der Strecke kannten wir schon von gestern. Zum Mittag an einer Schutzhütte am Kemiöjärvi  gab es neben mitgebrachten Lunchpaketen am offenen Feuer aufgebackene Hefebrötchen und Kaffee. Außerdem war es ein Vergnügen, durch die herrliche Landschaft zu fahren und das bei Sonne satt.

Wir wohnen in einer sehr komfortablen Hütte direkt am zugefrorenen See. Es gibt hier natürlich auch eine Sauna.

Rasthütte
Unsere Sauna am See...toll!

Samstag, 14. März 2015

Probefahrt

14. März ■ Keimiötunturi  (25 km)

Durch den Wald
Die offizielle Tour beginnt erst morgen, so dass der heutige Tag zur freien Verfügung stand. Der Spaziergang endete schnell mit feuchten Füßen  im tiefen Schnee. Also stiegen wir am späten Vormittag auf Ski um.

Blick auf die kahlen Berge
Bei sonnigem Wetter, fast Windstille und milden Temperaturen fuhren wir auf hervorragend präparierten Loipen durch das hiesige Naturschutzgebiet. Die Steigungen waren moderat, wellig bis hügelig. Wir umrundeten die Hausberge, den Sammaltunturi und den Keimiötunturi. Nach der Rast in einer Schutzhütte, in der man auch als Selbstversorger übernachten kann, ging es schließlich über den zugefrorenen Keimiöjärvi zurück zu unserer Unterkunft.

Der Tag war eine optimale  "Probe" für die kommende Tour, zumindest vom Profil; von Wald bis zum kahlen Tunturi gab es heute alles zu sehen. Dass wir uns 200 km nördlich des Polarkreises befinden, war jedoch nicht zu spüren.

Mittagspause an einer sehr geräumigen und
gemütlichen Schutzhütte mit
Kochgeschirr, Feuerstelle und Lagerplatz
Hier in der Nähe gibt es mehrere Teststrecken, auf denen Auto- und Reifenhersteller (z.B. Audi, Porsche) ihre Produkte auf Wintertauglichkeit testen.
Fahrt über den See

Freitag, 13. März 2015

Freitag, der 13.

13. März ■ Chemnitz - Berlin - Helsinki - Ivalo - Kittilä - Rauhala - Hütte im Wald (Keimiötunturi)

Start um 5 Uhr 33 am Chemnitzer Hauptbahnhof. In Leipzig war eine Stunde Zeit für ein gemütliches Frühstück. Von dort fuhr uns der ICE nach Berlin. Der Zug ist beeindruckend, wenn man zuvor mit der "Tuckerbahn" gefahren ist.
Unser "Maschinchen"

Im Anflug auf Helsinki
Nach einer chaotischen Abfertigung mit sichtlich genervter "Schalterqueen" in Tegel flogen wir mit einer Embraer ERJ-190 nach Helsinki. Das ist ein kleines Flugzeug aus Brasilien.

Helsinki empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und 6°C, also war es fast so warm wie bei unserer Radtour im Sommer. Der Anblick der Schäreninseln von oben war klasse und ... der Flughafen liegt am Wald.

Ab da ging es weiter mit einem Airbus A321 in reichlich 1 Stunde nach Ivalo. Für diese Strecke benötigten wir mit den Rädern 3 Wochen. Einige Straßen, auf denen wir damals fuhren, erkannten wir wieder (soviele Haupt- bzw. Europastraßen gibt es hier ja nicht ;-)). Die finnische Seenplatte, diesmal zugefroren und je weiter wir nach Norden kamen mit ordentlich Schnee bedeckt, ist gigantisch. Sie sieht von oben wie ein künstlerisches Relief aus.

Polarlicht und unendlich viele Sterne
Nach einem "kurzen Hopser" über 100 Kilometer landeten wir endlich in Kittilä. In der Gemeinde leben 6.000 Einwohner auf 8.000 Quadratkilometern, es gibt also viel Platz...

Nach 50 Kilometern Fahrt wurden wir in Rauhala herzlich empfangen und es gab gleich ein leckeres Abendessen. Hier lernten wir unsere Vorgruppe kennen, welche die Tour heute abschloss. Da die Hütte in Rauhala heute voll belegt ist, übernachten wir ca. 10 Kilometer entfernt einsam mitten im Wald (Türen werden nicht abgeschlossen) an der Grenze zum Nationalpark. Romantisch...

Zum Abschluss des Tages, etwa 23 Uhr, erblickten wir tatsächlich die ersehnten Polarlichter...traumhaft. Ein Glückstag geht zu Ende.
Kann nur mit Profikamera richtig fotografiert werden.
In Wirklichkeit sieht es besser aus als auf dem Foto