Donnerstag, 19. März 2015

Krönender Abschluss

19. März ■ Ketomella - Hetta (28 km)

Kurz nach dem Start von der Wildnishütte
Heute zeigte sich Lappland zeitweise von seiner rauheren Seite mit Schnee und Wind (40-50 km/h). Es ist deutlich kälter und nicht so angenehm wie bei strahlender Sonne, aber trotzdem interessant und eindrucksvoll.

Die Route hält jeden Tag neue Impressionen bereit.

Im Tiefschnee durch die Wildnis
Die ersten Kilometer fuhren wir ungespurt durch lichte Wälder, in denen Birken dominieren. Jetzt ist die Jahreszeit, in der sich der Schnee verfestigt hat und man, ohne tief in den ca. 50-80 cm tiefen Schnee einzusinken, querfeldein fahren kann. Das macht mehr Spaß und Laune als auf fertig gespurten Loipen; ein richtig schönes Naturerlebnis.

Leicht bergauf geht es zur Mittagsrast
Nach einigen Höhenmetern Aufstieg befanden wir uns wieder in der baumlosen Zone. Dieser war für manchen von uns recht beschwerlich, da der Schnee mehr oder weniger pappte und am Ski kleben blieb. Sandi traf es diesbezüglich hart. Sie konnte mit ihren sowieso schon nicht besonders schnellen Ski wandernd unsere Mittagsrasthütte (Sioskuru) erreichen. Nach der immer wieder Spass bringenden Mittagsrast war Andi dran und wir tauschten die Ski... 

Wegen Lawinengefahr schlugen wir einen Haken; das Gehen gegen den Wind durch die Schneewehen war anstrengend und "sibirisch".

Mittagspause
Nachmittags ging es meist bergab und nach einem Zwischenstop in einem Café mit heißem Kakao und dem bekannten Donut erreichten wir Hetta, den Hauptort der Gemeinde Enontekiö. Im Ort leben 800 Einwohner; in der Gemeinde von der dreifachen Größe Luxemburgs 2.000. Die Gemeinde ist der rechte "Arm" der finnischen Frau im Nordwesten.

In 2 Gruppen fuhren wir mit dem Auto ca. 100 km zurück nach Rauhala. Einen Zwischenstop gab es noch an einem typischen Souvenirshop. Ein paar Elch-Socken und Aufkleber für die gleich aussehenden Thermosflaschen mussten sein ;-).

Abends gab es vereinzelt, bevor Wolken aufkamen, Polarlichter. 

Bei strahlender Sonne und Wind durch das karge
Lappland (hier das 
Pyhäkero-Fjäll) - 
ein unvergessliches Erlebnis
Immer wieder sieht man
knorrige Bäume

Blick über den Ounasjärvi nach Hetta